Ghost Box Music

Ghost Box Music – for ensemble and virtual narrator

line-up: flute, clarinet in B, 2 violins, viola, violoncello, accordion, zither,  stereo-playback
duration: 13 minutes
date of premiere: 19.2.2018, Musikfabrik Süd, Gemeindezentrum St. Ruprecht Klagenfurt

Das Stück handelt von Zufall und dessen Deutung, Gesprächen von Verstorbenen mit niemals Geborenen (künstlicher Intelligenz), Täuschung durch Erwartungen und unsere Software-abhängigen Wirklichkeiten.

Über einen Lautsprecher wird ein Text mittels Text-to-Speech-Software wiedergegeben, indem die Entstehung der Komposition beschrieben wird, nämlich die Analyse zufälliger Radioaufnahmen hinsichtlich von Tonhöhenfrequenzmustern und vermeintlichen Geisterstimmen auf der Aufnahme.

 

Pancrace Royer: The harpsichord pieces

I – La Marche de Scythes
II – La Sensible

line-up: flute/alto fulte, tenor recorder/alto recorder, harpsichord, electronics (stereo-playback plus subwoofer, clicktrack)
duration: 15 minutes
date of premiere: 13.10.2017, Airborne Extended, Minoriten Graz

for Airborne Extended

The composition is based on pitch data extracted from two of the harpsichord pieces by the french baroque composer Joseph Nicolas Pancrace Royer, and an investigation in tonality.
In the first piece (la marche de scythes) all the notes of the piece where taken and sorted from the lowest to the highest. the result is an ascending, nearly chromatic line, repeating every note as often as it appears in the original piece. this leads to interesting tonal phenomenons, percepting tonality as a matter of statistical weights, as well as hearing a permanent leading-note.
The second piece steps through all the pitches of the piece in subsequently, merging them to chords, creating kind of pseudo-cadenzas and deformed harmonic developments.

stack overflow: exploiting 24 preludes

line-up: clarinet/bass clarinet, violoncello, e-zither ( or amplified zither), keyboard, drumset/ midi drumset, electronics (stereo)
duration: 14 minutes
date of premiere: 1.9.2017, Decoder Ensemble, Resonanzraum im Bunker, Hamburg

for DECODER ENSEMBLE

Der Stack overflow (Stapelüberlauf) ist ein Fehler in einem Computer-programm – es werden zu große Datenmengen in einen dafür zu kleinen reservierten Speicherbereich geschrieben, was zum Absturz des Software führen kann.
Stack overflow: exploiting 24 preludes bedient sich ausschließlich musikalischer Daten die aus den 24 Preludes op.28 von Frederic Chopin gewonnen wurde. Die Verdichtung und Überlagerung des ursprünglichen musikalischen Materials wird besonders in den Samples des Keyboards und des Midischlagzeugs deutlich – je Taste wird ein beschleunigt und gepresstes Prelude angespielt, bzw. je Schlag wird das gesamte Tonmaterial eines Preludes ausgeschüttet.
Die so entstandenen Musik sollen nicht das historische Material erkennen lassen, sondern es geht darum dass die bereits vordifferenzierte Masse, aus der hier das neue Stück herausgeschnitten wird, im Laufe der Kompositionsprozesse, die auch oft zufallsgesteuert arbeiten, die Komposition einfärben und ihr bestimmten Geruch (oder auch Gestank) verleihen. Einzig das bekannte b-Moll Prelude Op.16 lässt sich als Zitat an einer Stelle erkennen – jenes Prelude, das bereits im Original eine angemessene Notendichte aufweist die keine Steigerung durch digitale Möglichkeiten benötigt.

Der Remix-gedanke des Stücks liegt nicht im Widererkennen des historischen Materials, sondern in der Idee, als Rohstoff für das neue Stück ein bereits im Vorfeld (in der Vergangenheit) aufs höchste differenzierte und gestaltete Material zu verwenden, das im Laufe der Kompositionsprozesse, besonders bei den quasi zufallsgesteuerten Deformationsprozessen, Kräfte ausüben, die die Komposition attackieren und in überraschende Richtungen drängen.

 

Vestris 4.0

The project Vestris 4.0 Choreographic Miniatures was developed with the dancer/choreographer Eva Maria Schaller and Cellist Maiken Beer for Imagetanz 2017, brut Wien in cooperation D.ID / OHO Offenes Haus Oberwart.

 

 

Pancrace Royer: Le Vertigo

Pancrace Royer: Le Vertigo (2016)
adaption of Joseph-Niclas-Pancrace Royer’s harpsichord composition “le vertigo” (1746) for ensemble and electronics

line-up: flute, clarinet, trombone, e-guitar, keyboard, percussion, violin, viola, violoncello, contrabass, electronics
duration: 6′
date of premiere: 23.09.2016, Black Page Orchestra, Arena Wien

Black Page Orchestra, conductor Leonhard Garms
UNSAFE + SOUNDS FESTIVAL 2016, Arena Wien
visuals: Patrik Lechner
stage design: Christopher Sturmer, Birgit Rampula