gegen die wand

gegen die wand (2011)

Bestzung: Klarinette, Violine, Kontrabass
UA: 3.8.2011, Fredener Musiktage, Deutschland
camerata freden

Die Komposition ist ein Auftrag der 21.Fredener Musiktage. Das Werk thematisiert den Ausdruck, respektive die (Zer)störung von solchem durch Überinformation und Reizüberflutung. So wie in den alltäglichen Medienberichten in sekundenschnelle zwischen Schwarzeneggers Scheidung und 5000 toten syrischen Demonstranten gewechselt wird, reslutiert aus dieser Dichte an quasi schizophrenen Empfindungen Gleichgültigkeit und Apathie. Zu guter Letzt bleibt im Stück lediglich die Hülle des sinnentleerten Ausdrucks ohne klangliches Reslutat, als groteske Pantomime der Unterhaltungsindustrie, bestehen.
gegen die Wand ist auch eine formale Umsetzung des Scheiterns, eine ständige Erweiterung der Mittel sowie Beschleunigung, ohne jemals an ein Ziel zu kommen, welches schlussendlich auch in der Bedeutungslosigkeit versinkt. Scheitern als ästhetische Kategorie des 21.Jahrhunderts, als radikale Haltung gegen jegliche Form von Pathos.

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