blödmaschinen

blödmaschinen (2011)

Besetzung: Sopran, Bariton, Kontrabass und Elektronik
UA: 14.7.2011, Spielfestival Andorf
Trio SOL

Die Komposition ist ein Auftrag des Spielfestivals. Der Titel bezieht sich auf das gleichnamige Buch von Markus Metz und Georg Seeßlen, Blödmaschinen – die Fabrikation der Stupidität. Unter den Blödmaschinen werden all jene Institutionen verstanden, die einem das Denken abnehmen, also die Wahrnehmung auf einiges Weniges reduzieren bzw. daraus bereits die Schlüsse für einen ziehen, die man dann nur noch zu konsumieren braucht. In der Welt des permanenten Wachstums und der ständigen Steigerung von Angebot und Nachfragen müssen die Produkte zwangsläufig entweder immer blöder werden (da auch Sinn und Bedeutung eine beschränkte Ressource und irgendwann erschöpft sind) oder sich eben ständig aufs Neue wiederholen. Genau damit arbeitet dieses Stück: es ist eine Ansammlung von klischeehaften Gesten statt tatsächlicher Inhalte, von billigen Effekten statt Bedeutung, von zudröhnender Quantität statt Qualität. Und eben diese Reizüberflutung ist es, die schlussendlich zum völligen Verlust jeglicher Aufmerksamkeit führt und in Leere und Apathie endet.