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matthias kranebitter

Matthias Kranebitter, geboren 1980 in Wien, studierte vorerst an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien bei Dieter Kaufmann und German Toro-Perez Elektroakustische Komposition, bei Klaus Peter Sattler Medienkomposition und Klavier bei Christiane Karajeva. Nach Abschluss dieser Studien ging er nach Amsterdam, wo er am dortigen Konservatorium den postgradualen Lehrgang Contemporary Music Trough Non-Western Techniques bei Rafael Reina sowie Kompositionsunterricht bei Fabio Nieder besuchte. Nach seiner Rückkehr nach Österreich erhielt er weiteren Kompositionsunterricht an der Universität für Musik in Graz bei Alexander Stankovski und Beat Furrer.

Über die Musik:

In meiner Musik bin ich einerseits an neuen Formen des Ausdrucks interessiert, nicht in einer expressionistischen oder auch pseudoromantischen Vorstellung sondern im Sinne einer hyperaktiven, schizophrenen Mediengesellschaft und Trashkultur mit ihrer Aufmerksamkeitsstörungen verursachenden Informationsflut, andererseits üben sowohl musikalische Klischees und Tonalität, im Sinne von Alltagslärm, wie auch das quasi „Antimusikalische“, das Dilettantische, das ich als eine entscheidenden ästhetische Kategorie der jüngsten Zeit wahrnehme (siehe Realitydokuboom oder Selbstdarstellungsversuche via Youtubeclips) eine große Faszination auf mich und meine Musik aus.  Die Schönheit jeglicher Form von Authentizität. Bei dem bewussten Versuch der Integration solcher Elemente in meine Werke ist die zu Grunde liegende Idee nicht mehr die Zerstörung von Tradition, welche ja bereits in der Moderne stattfand, auch nicht die ebensolche Verfahrensweise mit der bereits zur neuen Tradition gewordenen Moderne, sondern eine Störung bzw. Zerstörung, die sich ausschließlich selbst zum Inhalt hat, somit auch für den Außenstehenden wahrnehmbar und nachvollziehbar wird. Denn gerade dies sehe ich auch als Aufgabe des Komponisten, jene Interaktion mit der Gesellschaft, die für Kunst unumgänglich ist.

2003 Preisträger beim Antonin Dvorak Remix Contest von FM4 und der Volksoper Wien mit a/dvorak/symphony/nr9.rmx

2005 Preisträger beim Wettbewerb für moderne Chormusik des Österreichischen Komponistenbundes mit breathing – für Chor und Live Elektronik

2005 Theodor Körner Preis für Musik der Arbeiterkammer Wien

2006 1.Preis beim Gustav Mahler Kompositionswettbewerb mit kreise – für tiefes ensemble

2007 Kompositionspreis der Münchner Symphoniker für das Orchesterstück safiatan

2009 2.Preis beim Kompositionswettbewerb des Zurich Jazz Orchestras mit ragzigzag

2009  1.Preis beim Kompositionswettbewerb der Holland Symfonia bei der Gaudeamus Music Week Amsterdam 2009 für das Orchesterstück sustainedsurprise-haydnsymphony94.remixed

2011 nominierter Komponist beim Impuls Kompositionswettbewerb Graz, Auftrag für ein neues Werk für das Klangforum Wien für 2013

2012 ausgewählter Komponist bei den ISCM World New Music Days in Belgien

2013 Publicity Preis der SKE – Soziale und Kulturelle Einrichtung der Austro Mechana


 
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